HP MicroServer

17. März 2014

HP Gen8 VorderseiteAuf der Suche nach einem kleinen und vor allem flüsterleisen  Server für mein Büro zu Hause wurde ich schnell auf den HP ProLiant Gen8 MicroServer aufmerksam.

Die Bezeichnung „ProLiant“ findet sich bei HP normalerweise nur bei 19″ Rackservern im Namen – in diesem Falle wird sie aber noch durch die Erweiterung MicroServer ergänzt.  Gemeint ist ein sehr kleines Komplettsystem, welches einen Kompromiss zwischen MiniServer und NAS darstellen soll und besonders für kleine Firmen und den Heimgebrauch ausgelegt ist.

Der HP ProLiant Gen8 MicroServer (Model G1610T) fällt erstmal durch seinen relativ günstigen Preis auf.  Für ca. 340,- Euro (Februar 2014) bekommt man einen kleinen Server mit folgenden Daten:

 

  • HP Gen8 RückseiteCPU (gesockelt):  Intel Celeron G1610T Dual-Core 2,3 GHz, 2 MB L3, 35 W TDP
  • Chipsatz:  Cougar Point C204
  • Grafik:  Matrox G200 (maximale Auflösung 1920 x 1200 bei 16 Bit, bei 32 Bit 1280 x 1024)
  • Speicher:  2 DIMM-Slots DDR3, ECC, bis 1600MHz  (1x 4GB),  maximal 16 GB
  • Steckplätze:  1x PCIe 2.0 x16 Low Profile
  • Festplatte:  1 TB HDD,  4 Einschübe vorhanden (3 frei)
  • USB:  4x hinten (2x USB 3.0, 2x USB 2.0), 2x vorne (USB 2.0)
  • Netzwerk: 2x Gigabit-LAN (NC332i Broadcom BCM5720)
  • Raidcontroller: HP Dynamic Smart Array B120i (RAID 0, 1 und 10)
  • Abmessungen:  (Höhe x Breite x Tiefe): 23,24 x 22,97 x 24,51 cm

Die Technik wurde von HP in einem optisch wie haptisch ansprechenden Metall-Gehäuse verpackt.  HPserver09Die Kühlung erfolgt über einen 120 mm Lüfter auf der Rückseite. Der Geräuschpegel liegt bei 18-21 dBA, auch im Dauerbetrieb angenehm leise.

Hinter der Frontklappe verbirgt sich ein 4-fach SATA Backplane. Von den 4 Laufwerksschächten bieten 2 einen SATA-III Port, 2 haben einen SATA-II Anschluss. Des weiteren ist kein hardwaremässiges Raid 5 möglich.  Das Ganze ist auch nicht  Hot-Plug-fähig.

Ein nettes Detail ist der T-10/T-15 Torx-Schraubendreher in der Halterung neben der Backplane, der nicht nur für den Einbau der Festplatten benötigt wird.

Betriebsystem

 

Der HP ProLiant Gen8 MicroServer wird ohne Betriebsystem geliefert. Das Einsatzgebiet für den Microserver ist in den meisten Fällen der Aufbau eines Heim- oder Small-Business-Dateiservers. Mit FreeNas  kann man aber auch eine interessante Alternative zu vergleichbaren Qnap- und Synology-Geräten realisieren. Ich habe mich für Windows Server 2012 R2 entschieden.  Die für die Installation benötigten Treiber kann man auf der Website von HP downloaden.

Netzwerk

HPserver11

 

Für den Anschluss an das Netzwerk und den optimalen Durchsatz sorgen die beiden 1 GBit Netzwerkanschlüsse auf dem Mainboard , die sich auch als Trunk mit 2 Gbit zusammenschalten lassen. Dafür braucht man einen Switch, der dies unterstützt: passend zum Gen8-Microserver bietet HP den  PS1810-8G, einen intelligent verwalteten Gigabit Layer 2-Switch, an.  Zu den anpassbaren Merkmalen des lüfterlosen 8-Port-Switch zählen VLANs, Spanning Tree und Link-Bündelung/Trunking.

 

 Fazit

 

Der HP ProLiant Gen8 MicroServer ist ein solider Server für kleines Geld. Leistungswunder sind von der verbauten Intel Celeron G1610T Dual-Core CPU jedoch nicht zu erwarten. Wer einen Wolf im Schafpelz braucht, kann den Celeron gegen eine  Intel Xeon E3-1265 v2  oder Intel Xeon E3-1230 v2 CPU tauschen (ca. 220,- Euro). Ich betreibe den HP Gen8 Microserver jedoch mit der Original-CPU und 8 GByte RAM unter Windows Server 2012 R2 und bin mit der Leistung zufrieden.